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Nachschau RCN 1, 29.03.2025

Holpriger Auftakt für Team Theisen /
Doerfert/Hostert mit dem besten Ergebnis

Beim Saisonauftakt zur Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) lief für das Team Automobile Theisen nicht alles nach Plan. Von den vier eingesetzten Opel Astra sahen nur zwei das Ziel. Carsten Doerfert (Bonn) und Markus Hostert (Rech) sorgten mit einem vierten Rang in der Klasse R3 für das beste Ergebnis.

„Mit den reinen Ergebnissen sind wir natürlich nicht zufrieden“, gab Teamchef Peter Theisen zu. „Erfreut bin ich aber, dass wir von Unfällen und anderen Vorfällen verschont geblieben sind. Wir konnten vier unbeschädigte Fahrzeuge wieder mit nach Hause nehmen. Und unser Debütant Max Walter war auf Anhieb der schnellste Opel-Pilot der Klasse. Das freut mich für ihn!“

131 Fahrzeuge starteten beim Saisonauftakt zur größten und ältesten deutschen Breitensportserie für 15 Runden auf der Kombination aus Nordschleife plus Grand-Prix-Kurzanbindung. Bei neun Grad und reichlich Sonnenschein kehrte manch einer etwas übermotiviert aus der Winterpause zurück, es gab etliche Zwischenfälle und daraus resultierend viele Ausfälle.

Bei den Serienwagen bis 2000 ccm (Klasse R3) zeigten Carsten Doerfert bei seinem erst zweiten Start und Markus Hostert im Opel Astra (#510) eine gute Leistung, die mit Rang vier von sechs Startern belohnt wurde.

„GP-Kurs plus Nordschleife war für mich eine neue Erfahrung“, sagte Startfahrer Carsten Doerfert. „Auf der Strecke ging es um mich herum eigentlich entspannt zu, die 131 Fahrzeuge verteilten sich gut. Es war ein guter Beginn für die neue Saison.“ Und Markus Hostert ergänzte: „Trotz der vielen Gelbphasen fand ich schnell meinen Rhythmus. Das Auto lief super und mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, so kann es weitergehen.“

Die beiden Hamburger Patrick Schilling und Max Walter wurden mit ihrem Opel Astra (#49) nicht gewertet, weil sie die maximal erlaubte Fahrzeit von 3,5 Stunden um neun Minuten überschritten. Schuld war ein unplanmäßiger Boxenstopp nach vier Runden, wo der Kurbelwellensensor gewechselt werden musste, was rund 20 Minuten dauerte.

„Schon in der ersten Runde ging die Motorkontrollleuchte an, die Leistung ließ immer mehr nach“, schilderte Patrick Schilling. „Nach vier Runden kam ich an die Boxen, um das Malheur zu beheben. Danach lief es gut. Beim nächsten Mal greifen wir wieder an!“

Für Max Walter war es das RCN-Debüt. Der 29-jährige kannte die Nordschleife aber von annähernd einhundert Runden im Touristenverkehr. „Der GP-Kurs war Neuland, aber ging. Schwieriger war für mich die Umstellung auf den Frontantrieb, da ich nur Heckantrieb gewohnt bin. Aber die Rundenzeiten wurden immer besser, so kann es weitergehen.

Una Köster (Hamburg) und Jan Eisenburger (Hagen) wurden leider zum Zuschauen verurteilt, weil der dritte Opel Astra (#511) dieser Klasse unmittelbar vor dem Start ein Motorproblem bekam.

Bei den Serienwagen bis 2000 ccm mit Turbolader (R2A) lenkte Simon Overmann (Sprockhövel) seinen eigenen Opel Astra H OPC (#48) zusammen mit Ralf Kraus (Köln) auf den 14. Rang von 18 Fahrzeugen.

„Wir wollten ankommen, das Auto heil lassen und Punkte sammeln. Das ist uns gelungen“, sagte Simon Overmann. „Das Fahrwerk in meinem Auto ist etwas härter als beim Theisen-Schwesterfahrzeug. Daran musste ich mich gewöhnen.“

Ähnliches berichtete Ralf Kraus: „Für mich war dieser Astra Neuland. Und dem fehlt eine Differential-Sperre. Dazu kamen viele Code 60-Phasen mit etlichen stark beschädigten Autos. Das hat mich frustriert, die Betroffenen taten mir leid. Am Ende meines Stints musste ich Tempo herausnehmen, weil in Simons Astra nur ein kleiner Serientank verbaut ist und ich nicht liegenbleiben wollte. Unterm Strich waren wir heil im Ziel und die Saison ist noch lang.“

Schon am 12. April geht es mit dem zweiten Saisonlauf weiter.

Vorschau RCN-Saison 2025

Automobile Theisen mit vollem Programm /
Bis zu fünf Fahrzeuge in der RCN am Start

Mit dem „Nordeifelpokal“ beginnt am Samstag, den 29. März die neue Saison der Rundstrecken-Challenge Nürburgring, kurz RCN. Mit bis zu fünf Fahrzeugen wird Automobile Theisen mit von der Partie sein. Bei den acht Wertungsläufen setzt das Lüdenscheider Familienteam rund um Peter, Thomas und Tanja Theisen auf eine muntere Mischung aus erfahrenen Hasen und Neueinsteigern.

„Wir freuen uns auf die neue Saison und können den ersten Lauf kaum erwarten“, sagt Teamchef Peter Theisen. „Alle Fahrzeuge wurden über den Winter komplett überholt, bei einem mußte nach dem Saisonfinale 2024 ein Unfallschaden behoben werden. Wir sind guter Dinge und hoffen auf schöne Ergebnisse“.

Drei nur optisch verschiedene seriennahe Opel Astra G OPC werden bei allen Läufen in der Klasse R3 eingesetzt und mit wechselnden Fahrerduos besetzt. Tim Banerjee (Mönchengladbach), Christopher Bartsch (Lüdenscheid), Holger Bruning (Odenthal), Carsten Doerfert (Bonn), Markus Hostert (Rech), Una Köster und Patrick Schilling (beide Hamburg) fuhren auch in der Vergangenheit bereits fürs Theisen-Team. Neu dazu kommen Timo Aurisch (Lüdenscheid), Jan Eisenberger (Hagen), Maximilian Walter (Hamburg) und Patrick Schmitz (Hürth).

In der Klasse R2A für Produktionswagen mit maximal zwei Liter Hubraum und Turbolader werden zwei verschiedene Opel Astra H OPC zum Einsatz kommen. Simon Overmann (Sprockhövel) steuert hierbei sein eigenes Fahrzeug, welches vom Theisen Team mit betreut wird. Beim nahezu identisch aussehenden Schwesterfahrzeug aus dem Theisen-Fuhrpark wird auf jeden Fall Ralf Kraus aus Köln ins Lenkrad greifen, der dienstälteste und mit 33 Klassensiegen erfolgreichste Pilot der Sauerländer Mannschaft.

Neben dem Saisonauftakt, werden auch vier weitere Läufe auf der Kombination aus Nordschleife plus des Grand-Prix-Kurses, jedoch in verschiedenen Varianten, stattfinden. Die reine, 20,832 Kilometer lange Nordschleife, ist bei den Läufen zwei, vier und sechs Schauplatz der ältesten, größten und erfolgreichsten deutschen Rundstreckenserie aller Zeiten.

Fotos: BR-Foto (1), Jörg Ufer (2)

Nachschau RCN-Saisonlauf 6, 31. August 2024

RCN 6 verlief enttäuschend für Team Theisen

Der sechste von acht Saisonläufen zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) brachte für das Team Automobile Theisen nicht die erhofften Platzierungen. Zudem wurden nur zwei der vier gestarteten Fahrzeuge gewertet. „Da war heute sicherlich mehr möglich, aber so ist Motorsport. Beim nächsten Lauf in drei Wochen greifen wir wieder an“, sagte Technik-Chef Thomas Theisen.

Nach nur vier von 13 Runden mußten Ralf Kraus (Köln) und Jörg Gregel (Bückeburg) den BMW M2 CS Racing abstellen. „Ab Start und Ziel hatte ich kaum noch Motorleistung und bog daher in die Boxengasse ab. Eine defekte Einspritzdüse stellte sich später als Ursache heraus“, sagte Ralf Kraus.

Bei den Produktionswagen bis 2000 ccm mit Turbolader ((R2A) lenkte Simon Overmann (Sprockhövel) den Opel Astra H OPC auf Platz 12 von 17 Startern. „Das Ergebnis geht in Ordnung, obwohl mich 90 Strafpunkte in einer Sollrunde eine Position kosteten. Mit meinen Rundenzeiten bin ich zufrieden. Die neun Minuten knacke ich dieses Jahr bestimmt noch, wenn es nicht mehr so warm ist wie heute.“

Patrick Schilling/Markus Hostert (Hamburg/Rech) fuhren bei den Produktionswagen bis 2000 ccm im Opel Astra G OPC auf den fünften Platz. „Als ich morgens um 6 Uhr aus dem Hotelzimmer blickte, machte ich mir wegen des Nebels große Sorgen“, sagte Patrick Schilling. „Diese waren aber unbegründet und wir hatten einen schönen Renntag. Mein Ziel war es, die Setz- und Bestätigungszeit so präzise wie möglich zu treffen. Das gelang mir nahezu perfekt. Die Sprintrunden waren auch gut und ich übergab das Auto unbeschadet zur Rennhälfte.“ Markus Hostert freute sich ebenfalls über einen entspannten Lauf: „Es war ein schöner Renntag mit fairer Fahrweise und nur einer Code 60. Das Auto war perfekt, so kann es weitergehen.“

Holger Bruning (Odenthal) fuhr den Start auf dem Schwesterfahrzeug. „Das war der vielleicht schönste Lauf des Jahres. Ich hatte nur eine Code 60 und es wurde sehr rücksichtsvoll gefahren. Wetter und Auto waren top, ich war zufrieden.“

Erstmals startete Manuel Streser (Eichelhardt) von srs Motorsport in der RCN: „Ich kannte den Astra von Testfahrten auf dem Ring und in Zandvoort. Das Auto war super vorbereitet, lief tadellos und war optimal auf die Bedingungen abgestimmt. Ich selbst war einfach gut drauf und hatte reichlich Spaß. Außerdem war die Bahn frei für schnelle Runden, so kam es zur Bestzeit von genau 9.00 Minuten. Nur die RCN ist für mich neu und vor lauter Spaß an der Freude bin ich, durch ein Missverständnis mit unserer Zeitnahme, doch tatsächlich eine Runde zu viel gefahren. Ein dickes Sorry an Holger und das ganze Team!“

Der siebte Lauf zur größten Breitensport-Serie des Nürburgrings findet am Sonntag, den 22. September 2024 statt.

Fotos: BR-Foto/Dirk Reiter

Nachschau RCN-Saisonlauf 5, 4. August 2024

Theisen-Trio meistert den Regen

Bei nur 18 Grad und mit viel Regen fand Anfang August der fünfte von acht Saisonläufen zur Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) statt. Die Herbstbedingungen im Hochsommer meisterten alle Piloten aus dem Team Automobile Theisen fehlerfrei und sammelten wichtige Punkte für die Meisterschaft.

„Abgesehen von Routinier Holger Bruning, waren heute nur Neueinsteiger mit unseren drei Opel Astra unterwegs. Die schwierigen und wechselnden Bedingungen waren nicht einfach, umso mehr freut mich, dass alle Fahrzeuge intakt und ohne Probleme das Ziel erreichten“, sagte Teamchef Peter Theisen.

Bei den Produktionswagen bis 2000 ccm belegten die beiden Opel Astra G OPC mit Tim Banerjee/Holger Bruning (Mönchengladbach/Odenthal) und Christopher Bartsch/Patrick Schilling (Lüdenscheid/Hamburg) die Plätze drei und vier.

Startfahrer Tim Banerjee entschied sich für Slicks: „Teilweise stand dafür in der Anfangsphase zu viel Wasser, dabei kam es auch zu haarigen Situationen, unter anderem ein Quersteher im Brünnchen. Auf abtrocknender Strecke habe ich nicht zu sehr gepusht, wir wollten ja unbedingt ankommen.“

„Ich blieb auf Slicks. In der vorletzten Runde setzte wieder Regen ein von Brünnchen bis Döttinger Höhe und ich musste höllisch aufpassen“, sagte Holger Bruning. „Zwei Runden vor dem Ende rutschte eine kleine Eisenstange aus dem Fensternetz und plumpste zwischen die Pedale, das war nervig. Aber davon abgesehen, hat es richtig Spaß gemacht, denn das Auto war prima und es gab kaum gelbe Flaggen. Man konnte flüssig fahren.“

„Wie beim vorletzten Lauf ging es mit Regen los und wir entschieden uns unmittelbar vor dem Start, auf Regenreifen zu wechseln“, sagte Christopher Bartsch. „Ab der dritten Runde wurde aber die Ideallinie trocken, ich musste nasse Stellen suchen und auch etwas Tempo herausnehmen, um die Reifen nicht kaputt zu fahren. Ein weiterer Stopp hätte zu viel Zeit gekostet. Es war wieder eine neue und wichtige Erfahrung.“

„Das war heute ein Reifenpoker! Ich wählte für meinen Stint Semi-Slicks“, so Patrick Schilling. „Ich brauchte einen Moment um die Reifen warm zu bekommen, habe mich dann aber schnell zu Recht gefunden und wohl gefühlt. Vielleicht zu wohl, denn in der vorletzten Runde drehte ich mich im Pflanzgarten. Gottlob blieb ich auf der Strecke und touchierte nichts. Durch den kleinen Patzer habe ich wieder dazugelernt.“

Die Produktionswagen bis 2000 ccm mit Turbolader waren mit 22 Startern proppevoll. Und Simon Overmann, erneut als Solist im Opel Astra H OPC unterwegs, zeigte seine beste Saisonleistung. Bis zur Halbzeit lag der 23-jährige konstant in den Top Sechs. „Ich fahre gerne im Regen, das war echt klasse. Das Auto fühlte sich perfekt an und ich konnte mich weit vorn in meiner Klasse behaupten.“

In der zweiten Rennhälfte litt Simon Overmann aber unter den Folgen seiner Grippe. „Letzte Woche hatte ich immer noch Fieber und ich war in den letzten Runden echt platt. Dadurch fiel ich noch auf Rang 14 zurück. Eigentlich wollte ich mir den Lauf mit Ralf Kraus teilen, aber der fiel krankheitsbedingt aus. Ich habe aber die Zähne zusammengebissen und mich dennoch über das Ergebnis gefreut.“

Der sechste Lauf zur größten Breitensport-Serie des Nürburgrings findet am Samstag, den 31. August statt.

Nachschau RCN-Saisonlauf 4, 29. Juni 2024

Platz drei für Banerjee/Bruning

Tim Banerjee (Mönchengladbach) und Holger Bruning (Odenthal) sorgten beim vierten Lauf zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring für das beste Ergebnis im Team Automobile Theisen. Bei den Serienwagen bis 2000 ccm kam das Duo im Opel Astra G OPC auf den dritten Rang. Die anderen beiden Fahrzeuge des Teams sahen leider nicht das Ziel.

52. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2024 – Foto: Gruppe C Photography

„Die beiden waren sehr gut unterwegs, so kann es weitergehen“, sagte Teamchef Peter Theisen. „Für Tim, der erst seit dieser Saison in der RCN an den Start geht, freut es mich sehr. Er lernt zügig und ist auch schon verdammt schnell.“

In Gedenken an das Theisen-Teammitglied Dominic Gregel (Lüdenscheid), der in der Vorwoche bei einem Fallschirmunfall ums Leben gekommen war, starteten viele der 161 Teilnehmer mit einem Trauerflor. Zudem kam der Veranstalter dem Wunsch von Junior-Chef Thomas Theisen nach, bei der Fahrerbesprechung eine Gedenkminute für „Dom“ abzuhalten.

„Es waren heute optimale Bedingungen, sonnig und warm. Beim Vorstart war unser Motor leider etwas hochgekocht, aber Cheftechniker Thomas Theisen konnte schnell helfen“, sagte Startfahrer Tim Banerjee. „Leider gab es einige Code 60 und Gelbphasen, aber davon abgesehen, hatte ich viel Spaß und bin zufrieden. Ich habe das umgesetzt, was mir mein Mentor Ralf Kraus vor dem Start geraten hatte.“

52. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2024 – Foto: Gruppe C Photography

„Ich bin auch sehr zufrieden, das Wetter war sehr schön und unser Opel Astra lief perfekt“, sagte Holger Bruning, der zur Halbzeit planmäßig übernahm und sich übers Podium freute. „Leider war ich in meiner ersten Runde im Bereich Flugplatz in ein Missverständnis dreier Fahrzeuge verwickelt, wobei einer mächtig verunfallte. Das tut mir sehr leid, aber ich kann mich mit meinem kleineren Fahrzeug auch nicht in Luft auflösen.“

Mit dem Schwesterfahrzeug mussten Christopher Bartsch (Lüdenscheid) und Patrick Schilling (Hamburg) in der fünften von 13 Runden aufgeben. „Erst fiel die Servolenkung aus, zwei Runden später bekam ich ab Hohe Acht Aussetzer und strandete dann im Brünnchen“, sagte Startfahrer Christopher Bartsch. „Wir vermuten Stromausfall aufgrund einer defekten Lichtmaschine.“ Patrick Schilling, das Teammitglied mit der weitesten Anreise, wurde somit zum Zuschauen verurteilt. „Das ist Motorsport, das kann passieren. Jetzt freue ich mich auf den nächsten Lauf am 5. August.“

Bei den Serienwagen bis 2000 ccm mit Turbolader gab Simon Overmann (Sprockhövel) im Opel Astra H OPC nach fünf Runden auf. Der 23-Jährige kam bereits grippegeschwächt zum Nürburgring. „Ich habe es versucht, aber ich wollte weder mich noch andere in Gefahr bringen. Es war einfach zu warm und zu schwül. Sicherheit geht vor!“

Fotos: Jörg Ufer (3), Leon Merkle (2), Patrick Funk (1)

Nachschau RCN-Saisonlauf 3, 30. Mai 2024

Beim Reifenpoker verwachst /
Team Theisen verließ das Glück beim Saisonhighlight

Für den RCN-Saisonhöhepunkt im Rahmen des 24 Stunden-Rennens auf dem Nürburgring hatte sich das Team Automobile Theisen viel vorgenommen. Doch bei wechselhaftem Wetter lagen alle drei Opel Astra falsch bei der Reifenwahl. Gute Ergebnisse waren beim dritten RCN-Saisonlauf somit nicht mehr möglich.

„Wir hatten gepokert und alle Fahrzeuge mit Slicks ins Rennen geschickt. Leider setzte in der vierten Runde heftiger Regen ein und wir mussten zusätzliche Boxenstopps einlegen. Diese Zeit war nicht mehr aufzuholen“, sagte Teamchef Thomas Theisen. „Mein Dank gilt allen Fahrern, die die Autos ohne Beulen ins Ziel gebracht haben.“

52. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2024 – Foto: Gruppe C Photography

In der Klasse R2A belegte Simon Overmann (Sprockhövel) im Opel Astra H OPC den achten Platz von 13 Startern. „Es fing richtig gut an, denn nach zwei Runden waren 90 Prozent der Strecke trocken. Aber dann fing es schlagartig an zu regnen und ich musste an die Boxen. Das Ergebnis geht in Ordnung, ich bin echt zufrieden. Drei Stunden als Solist habe ich auch gut überstanden.“

52. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2024 – Foto: Gruppe C Photography

Ähnlich erging es den beiden Opel Astra G OPC in der Klasse RS3: Beide gingen auf Slicks an den Start und mussten dann einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen. Christopher Bartsch/Markus Hostert (Lüdenscheid/Rech) steuerten erstmals den über den Winter neu aufgebauten blau-gelben Boliden. „Ich durfte die Jungfernfahrt des Neuen übernehmen. Leider gab es viele Code 60-Phasen und die Strecke wurde komplett überflutet. Super Spaß gemacht hat es trotzdem.“

52. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2024 – Foto: Gruppe C Photography

Markus Hostert übernahm zur Hälfte. „Ich musste mich ans neue Auto herantasten und vor Regen habe ich immer noch Respekt. Jetzt sehe ich zu, wieder auf meinen Posten zu kommen“, sagte der Winzer und verschwand wieder Richtung Hohe Acht, wo er die nächsten drei Tage als Sportwart der Streckensicherung aktiv ist.

52. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2024 – Foto: Gruppe C Photography

Das silberne Schwesterfahrzeug teilten sich Tim Banerjee (Mönchengladbach) und Holger Bruning (Odenthal). „Es waren schwierige Bedingungen, aber Hauptsache im Ziel“, sagte Startfahrer Tim Banerjee. Teamkollege Holger Bruning musste am Ende die feuchten Stellen suchen, um die Regenreifen abzukühlen. „Mit den Reifen hatten wir uns leider verzockt. Davon abgesehen, hatte ich kaum Code 60-Phasen und viel Spaß.“

Am 29. Juni findet der vierte von acht Läufen zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring statt.

Fotos: Leon Merkle

Vorschau RCN-Saison 2024

Automobile Theisen mit vielen Neueinsteigern

„Ring frei“ heißt es am kommenden Wochenende für das Lüdenscheider Team Automobile Theisen: Die Mannschaft rund um Peter, Thomas und Tanja Theisen wird den ersten von acht Läufen zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) in Angriff nehmen. Eingesetzt werden drei Opel Astra OPC, von denen einer über den Winter neu aufgebaut wurde.

„Wir freuen uns, dass es endlich wieder los geht“, sagt Teamchef Peter Theisen. „Das Jahr 2023 verlief für uns richtig gut, wir waren mehr als zufrieden. Unsere Fahrer waren hervorragend unterwegs. Mit dem Vizetitel für Jannik Reinhard in der Klasse VT2, wo über 100 Teilnehmer unterwegs waren, freuten wir uns über einen der größten Erfolge in der Teamgeschichte.“

In der bevorstehenden Saison setzt das Familien-Team überwiegend auf Neueinsteiger in der Klasse R3 für Produktionswagen bis 2000 ccm. Neben dem altbekannten silbernen Opel Astra G OPC gibt es zusätzlich ein neuaufgebautes zweites, optisch blau-gelb lackiertes, Schwesterfahrzeug.

Mit Tim Banerjee (Mönchengladbach), Patrick Schilling (Hamburg) und Christopher Bartsch (Lüdenscheid) werden gleich drei Debütanten zum Einsatz kommen. Immerhin sieben RCN-Einsätze hat Markus Hostert (Rech) auf dem Konto. Einzig Holger Bruning ist ein erfahrener Hase: Seit 2005 ist der Odenthaler auf der Nordschleife unterwegs. Unterstützt und auch gecoacht werden die Vorgenannten von „Theisen-Urgestein“ Ralf Kraus aus Köln, einem der erfahrensten und erfolgreichsten RCN-Teilnehmer der letzten zwei Jahrzehnte.

In der Klasse R2A, im Vorjahr noch VT2 genannt, wird ein Vater-und-Sohn-Team aus Sprockhövel mindestens beim Saisonauftakt das Cockpit im Opel Astra H OPC übernehmen: Sohn Simon Overmann war 2023 bereits sporadisch für das Team Theisen mit von der Partie, die RCN-Starts von Vater Markus Nitz-Overmann liegen bereits ein paar Jahre zurück.

Der Auftakt zur neuen RCN-Saison findet im Rahmen des ADAC 24h-Qualifiers-Rennen statt. Rennen drei Ende Mai dann erneut im Beiprogramm der weltberühmten ADAC 24h. Und im September beim Finale gibt es das heißbegehrte 3h-Rennen, welches in der Dämmerung endet.

Nachschau 3. Lauf RCN Rundstrecken-Challenge
Nürburgring, 19.05. 2023

Zweimal Podium für Team Theisen 

Beide Opel Astra OPC des Teams Automobile Theisen fuhren beim dritten Saisonlauf zur Rundstrecken Challenge Nürburgring erneut aufs Podium. Pech hatte vor großer Zuschauerkulisse der BMW M2 der Lüdenscheider Mannschaft, der nach einem Unfall vorzeitig abgestellt werden musste.

„Der Lauf im Rahmenprogramm des 24h-Rennens ist natürlich ein Höhepunkt der Saison“, sagte Teamchef Peter Theisen. „Und wenn dann zwei Podiumsplätze herausspringen ist das besonders schön. Für unser BMW-Duo tut es mir sehr leid, aber das kann passieren und gehört zum Motorsport dazu.“

Bereits in der vierten von 15 Runden kam Dominic Gregel (Lüdenscheid) in Führung liegend am Streckenabschnitt Flugplatz von der Strecke ab und krachte gegen die Leitplanken. „Es lief sehr gut, ich war absolut zufrieden und hatte nach drei Runden neun Sekunden Vorsprung, trotz einer leichten Kollision, wo mich einer übersah“, sagte der 35-Jährige. „Beim Anbremsen der Flugplatz-Rechts hatte ich dann nicht mehr den gewohnten Gripp, womöglich als Folge der Kollision. Mit vorne und hinten Links habe ich dann die Leitplanken berührt. Da eine Spurstange abgerissen war, konnte ich nicht mehr weiterfahren. Mir tut es sehr leid fürs Team und natürlich für meinen Vater Jörg, der somit nicht mehr zum Einsatz kam.“

Besser lief es für Holger Bruning (Odenthal) und Markus Hostert (Rech) im Opel Astra OPC in der Klasse V3 für Produktionswagen bis 2000 ccm. Mit einer taktisch klugen und fehlerfreien Fahrt kam das Duo auf den zweiten Rang von drei Startern.

„Die große Zuschauerkulisse war wohl einigen der 183 Starter in den Kopf gestiegen“, sagte Startfahrer Holger Bruning mit einem Kopfschütteln. „Gleich in drei Ecken gab es schwere Unfälle, auch einen Überschlag. Es gab vielfach Code 60, im Klostertal musste ich sogar einmal stehenbleiben, zum ersten Mal in meinem Rennfahrerleben. Aber davon abgesehen: Ich habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen, unser Astra lief super, mein Dank gebührt dem Team für die exzellente Vorbereitung.“

„Vor dieser Kulisse zu fahren war einfach mega“, freute sich Markus Hostert, der erst seit Mitte 2022 als Fahrer aktiv ist. „Viele Jahre lang war ich Sportwart der Streckensicherung, jetzt fuhr ich selber mit. Das war ein Riesenerlebnis! Das sonnige Wetter passte dazu. Ein herzlicher Dank geht an Ralf Kraus, mit dem ich vor dem Lauf die Onboard-Aufnahmen vom letzten Rennen analysiert habe und ich konnte mich um eine Minute verbessern. Auch das war mega!“

Bei den Produktionswagen bis 2000 ccm mit Turbolader war dieses Mal der Kölner Ralf Kraus der Teamkollege von Jannik Reinhard (Oberhonnefeld). Letztgenannter übernahm den Part des Startfahrers. „In der Anfangsphase hatten wohl einige mehr Augen für die Fans als für die Strecke. Auch ich stand im Stau vorm Klostertal, unglaublich. Als dann der ganze Schrott beseitigt war, konnte ich mit 8.19 Minuten gut angasen und den Kontakt zur Spitze aufrechterhalten. Platz drei bei 15 Autos ist für unseren betagten Astra ein prima Ergebnis, mehr geht nicht aus eigener Kraft.“

Beim Blick auf Reinhards Zeiten freute sich auch Ralf Kraus, der das Volant zur Halbzeit übernahm. „Mittlerweile ist Jannik schneller als ich geworden und das freut mich sehr. Jannik hat sich prächtig entwickelt, keiner fährt mit einem Astra H schneller in dieser Klasse. Bei mir gab es zwar nicht mehr so viele Unfälle, aber diverse Ecken, wo Ölbindemittel verstreut worden war. Ich bin keine zu großen Risiken eingegangen und habe den dritten Platz einfach nach Hause gefahren.“

Als bestplatzierter Theisen-Pilot belegt Jannik Reinhard mit 24,12 Punkten derzeit den 16. Gesamtrang im Feld der bislang 380 Piloten. Am 24. Juni steht der vierte von acht Saisonläufen erneut auf der Nürburgring-Nordschleife auf dem Programm.

Nachschau RCN Rundstrecken-Challenge Nürburgring
8. Lauf, 29.10.22

Guter Saisonabschluss für Team Theisen /
Plätze drei und fünf für Lüdenscheider Mannschaft

Beim achten und letzten Saisonlauf zur Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring, einem 3h-Zeitrennen, fuhren die beiden vom Team Automobile Theisen eingesetzten Opel Astra auf die Plätze drei und fünf in ihren Klassen.

„Aufgrund des Rennverlaufes gehen die Ergebnisse absolut in Ordnung“, sagte Technikchef Thomas Theisen. „Im Qualifying hatten wir Pech mit Code 60-Phasen, standen dadurch in der Startaufstellung relativ weit hinten und büßten früh Boden ein. Aber davon abgesehen, sind wir mit diesem Finale zufrieden und ziehen auch für die komplette Saison ein durchaus positives Fazit.“

Bei den Serienwagen bis 2000 ccm (Klasse V3) teilten sich Daniel Dörrschuck (St. Ingbert) und Holger Bruning (Odenthal) das Cockpit im Opel Astra G. Zwischen Training und Rennen wechselte die Theisen-Crew innerhalb kürzester Zeit eine Achsmanschette, ehe Neueinsteiger Dörrschuck als erster Pilot am Steuer Platz nahm.

„So ein richtiges Rennen ist schon geil, das macht unfassbar viel Spaß. Da ging ein kleiner Traum in Erfüllung. Aufgrund unseres schlechten Startplatzes konnte ich in den ersten beiden Runden bestimmt 20 Autos überholen. Leider touchierte mich in der vierten Runde ein Golf TCR vorne rechts, danach waren drei Radbolzen verbogen.“

Nach dem erforderlichen Reparaturstopp übernahm Holger Bruning das Cockpit. „Die Fahrweise war sehr hart, einige überholten sogar über die Wiese. Seit 2005 fahre ich in der RCN, aber heute war es extrem. Mein Dank gebührt der Theisen-Mannschaft, die unseren Astra zweimal wieder flott gemacht haben.“

Für die letzten vier Runden drehte Dörrschuck wieder am Lenkrad. „Mit einer Rundenzeit von 10.55 Minuten bin ich super zufrieden. Bedingt durch die Reparatur war nicht mehr als Platz drei von drei Startern möglich.“

Die Piloten des Opel Astra H, der bei den Turboserienwagen bis 2000 ccm (Klasse VT2) an den Start ging, waren Jannik Reinhard (Oberhonnefeld) und Leon Harhoff (Köln). Bis auf den schlechten Startplatz hatten die beiden nicht das geringste Problem.

„In der Anfangsphase habe ich natürlich den Anschluss an die Klassenspitze verpasst“, sagte Reinhard, der den ersten und letzten Stint übernahm. „Ich konnte aber mit flotten Rundenzeiten kontinuierlich Boden gutmachen und gegen Rennende, mit neuen Reifen, sogar eine Bestzeit von 9.49 Minuten aufstellen. Das macht mich stolz. Die Atmosphäre mit dem Sonnenuntergang war klasse und unser Astra lief perfekt. Ein toller Saisonabschluss!“

Für Leon Harhoff war es der erste Einsatz mit diesem Auto. „Ich hatte es mir schwieriger vorgestellt, aber der Astra H ist leicht zu fahren. Mit meinen Rundenzeiten bin ich sehr zufrieden, Jannik und ich haben uns prima ergänzt. Während meiner sechs Runden gab es kaum Code 60 oder Gelbphasen, ich hatte unglaublich viel Spaß und konnte mich voll einschießen“. Belohnt wurde das Duo mit dem fünften Rang von neun Startern. Im Gesamtklassement verbesserten sich die beiden vom 112. Startplatz auf den 48. Rang.

Nachschau RCN Rundstrecken-Challenge
Nürburgring 3. Lauf, 26.5.22

Gute Ergebnisse vor großer Kulisse
Automobile Theisen mit drei Fahrzeugen im Rekordfeld

Ein erster, ein zweiter und ein vierter Rang: Automobile Theisen kehrte mit vielen Pokalen im Gepäck vom dritten Lauf zur Rundstrecken Challenge auf dem Nürburgring zurück ins heimische Lüdenscheid, der im Rahmenprogramm zum 24h-Rennen stattfand. Entsprechend groß waren die Kulisse und das Starterfeld, welches mit 180 Teilnehmern ausgebucht war.

„Die Ergebnisse gehen in Ordnung, wir haben das Beste aus der jeweiligen Situation gemacht“, sagte Teamchef Thomas Theisen. „Am meisten hat uns alle aber gefreut, dass wir nach zwei Jahren ohne Zuschauer endlich wieder vor vielen Fans fahren durften.“

Auf dem siebten Gesamt- und vierten Klassenrang kamen Ralf Kraus (Köln) und Volker Strycek (Dehrn) mit dem Opel Astra TCR ins Ziel. „Das Ergebnis ist sicherlich gut, aber zufrieden sind wir nicht“, sagte Ralf Kraus. „Wir haben erstmals Bremsbeläge eines anderen Herstellers verwendet und diese funktionierten nicht so, wie wir es erwartet hatten. Die Bremswege wurden länger und die Balance des Fahrzeuges passte überhaupt nicht mehr. Das werden wir zum nächsten Lauf ändern müssen.“

Bei den Produktionswagen bis 2000 ccm feierten Jannik Reinhard (Oberhonnefeld) und Holger Bruning (Odenthal) mit dem Opel Astra OPC ihren zwölften Klassensieg. Mit einem der schwächsten Fahrzeuge des gesamten Feldes, erreichte das Duo einen beachtlichen 88. Rang von 180 Startern. „Auf der Strecke war die Hölle los“, sagte Startfahrer Jannik Reinhard. „Bereits in meiner ersten Runde hatte ich gleich drei Code 60-Zonen. Dadurch herrschte ein reges Durcheinander und mental war es ein sehr anstrengendes Rennen. Vor so vielen Fans bin ich noch nie gefahren, das war ein mega Feeling!“

„Auch ich hatte nicht eine freie Runde. Mehrfach pro Runde Code 60 und bzw. oder Doppelt Gelb, das war leider eine kleine Katastrophe“, bedauerte Holger Bruning. „Das Auto lief super und wir sind heile durchgekommen. Das war die Hauptsache und Spaß hat es auch noch gemacht.“

Im BMW M2-Markenpokal vergaben Jörg und Dominik Gregel (Bückeburg/Lüdenscheid) leichtfertig den Klassensieg. In den Sprintrunden war das Vater-Sohn-Team zwar klar Schnellster, aber Strafpunkte in einer Bestätigungsrunde vereitelten den Klassensieg. „Leider hatte ich den Überblick verloren, unsere Boxentafel übersehen und der Funk klappte auch nicht“, ärgerte sich Dom Gregel. „Wir haben dadurch 930 Strafsekunden kassiert, aber mit nur 708 Sekunden Rückstand verloren. Das war natürlich Pech.“

Zur Rennmitte übernahm Jörg Gregel. „Unser BMW lief super und ich war sehr zufrieden. Diese Veranstaltung im Rahmen der 24h ist etwas Besonderes: Viel Verkehr auf der Strecke, keine freie Runde, dafür aber diese wunderbare Atmosphäre entlang der knapp 21 Kilometer, die man leider nur einmal im Jahr hat.“

Am 2. Juli steht der vierte Saisonlauf zu Deutschlands größter und ältester Breitensportserie auf dem Programm.