Nachschau 3. Lauf RCN Rundstrecken-Challenge
Nürburgring – 15.08.20
Team Theisen mit zwei Klassensiegen /
Perfekter Tag auf dem Nürburgring für Lüdenscheider Mannschaft
Mit hervorragenden Ergebnissen für das Team Automobile Theisen endete der dritte von sieben Saisonläufen zur Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring. Sowohl Jannik Reinhard/Holger Bruning (Oberhonnefeld/Odenthal) als auch Ralf Kraus/Volker Strycek (Köln/Dehrn) siegten in ihren Klassen, Letztgenannte belegten sogar den zweiten Gesamtrang.
„Es war ein perfekter Tag, so wünscht man sich das als Teamchef immer“, sagte Peter Theisen. „Alle vier Fahrer waren fehlerfrei, die Boxenstopps klappten reibungslos und auch das Wetter spielte mit, trotz anderer Vorhersagen. Die Messlatte für den nächsten Lauf liegt hoch.“
Coronabedingt wurde das Feld der rund 140 Starter in zwei Gruppen aufgeteilt. Mittags machten die seriennahen Fahrzeuge den Anfang, darunter auch der Opel Astra OPC aus der Klasse der Produktionswagen bis 2000 ccm (V3). Startfahrer Jannik Reinhard ließ vom ersten Meter an keinen Zweifel aufkommen, dass die weiße Weste behalten werden soll. Schon nach der ersten Runde hatte der 22-Jährige 21 Sekunden Vorsprung. Und von Umlauf zu Umlauf wurde der Abstand größer.
Zur Rennhälfte übernahm Holger Bruning das Volant. Für den Odenthaler war es der erste Start in diesem Jahr mit dem 170 PS starken Fronttriebler. Leichter Regen an einigen Streckenabschnitten in den letzten drei Runden sorgte für erhöhte Aufmerksamkeit. Holger Bruning hatte aber alles im Griff und kreuzte nach 13 Runden, welches 270,82 Kilometern entspricht, den Zielstrich mit 1.44 Minuten Vorsprung.
Am frühen Nachmittag wurden dann die verbesserten Tourenwagen und GTs auf die Reise geschickt. Von Beginn an mischte Startfahrer Ralf Kraus auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt in der Spitzengruppe mit. Ständig wechselten die Positionen, sowohl in der Klasse, als auch im Gesamtklassement. „Das war heute eine der schönsten RCN-Veranstaltungen der letzten Jahre“, meinte Ralf Kraus total begeistert. „Unser Opel Astra lief perfekt, ich bin sehr zufrieden.“
Auf Rang eins in der Klasse liegend, übergab Kraus den hellblauen Opel Astra TCR nach sechs Runden an Volker Strycek. Auch der 24h-Gesamtsieger von 2003 zeigte sich in blendender Verfassung. Volker Strycek baute die Führung in der Klasse RS3A schließlich auf 48 Sekunden aus und musste sich im Gesamtklassement nur einem Porsche 911 GT3 Cup geschlagen geben.
Der Langenfelder Jürgen Klein wurde dieses Mal im Opel Astra Caravan von Robin Strycek unterstützt. Bei den Dieselfahrzeugen bis 2000 ccm fuhr das Duo im vom Team Theisen mitbetreuten Fahrzeug zum Klassensieg.

























Kurz nach Beginn des Zeittrainings herrschte Alarmstimmung in der Theisen-Box: Es wollte sich kein Bremsdruck aufbauen. „Beim letzten RCN-Lauf lief alles bestens, wir stehen vor einem Rätsel“, sagte Technik-Chef Thomas Theisen. Aber der Teufel ist manchmal ein Eichhörnchen. Zügig wurde ein defekter Hauptbremszylinder als Übeltäter eruiert und ausgetauscht. Doch das Qualifying wurde just in dem Moment abgewunken, als der Theisen-Astra wieder einsatzfähig war…
Ohne eine Rundenzeit auf der Habenseite, musste sich Volker Strycek am Ende der ersten Startgruppe aufstellen. Nachdem die Startampel auf Grün schaltete, brannte der ehemalige DTM-Meister ein wahres Feuerwerk ab. Der 61-Jährige überholte in der ersten Runde über 28 Autos, lag nach dem zweiten Umlauf auf dem fünften Klassenrang von 13 Teilnehmern und war nach fünf Runden Zweiter. Aufgrund von Boxenstopps der Wettbewerber, übergab Volker Strycek nach acht Runden sogar als Klassenführender und Gesamtdritter das Steuer an Ralf Kraus.
Der Kölner blies weiter zur Aufholjagd und duellierte sich munter mit diversen Porsche Cayman oder BMW-Modellen. „Unser Opel Astra lief hervorragend, die Bremse war vorzüglich“, sagte Ralf Kraus. „Unsere Mannschaft hatte wirklich ganze Arbeit geleistet.“ Für die letzte Stunde kletterte Volker Strycek erneut in Cockpit. „Das Sonnen-Wetter, die vielen Fans an der Strecke und es wurde sehr fair gefahren: Das war heute ein Motorsporttag, der richtig Spaß gemacht hat. Ende gut, alles gut, jetzt freuen wir uns auf das Saisonfinale am 5. Oktober.“





















